Nagold, 12. Juli 2026 – Rund um den Kirchenraum unter Linden feierten die Nagolder Kirchen ihren gemeinsamen Sommergottesdienst.
Ein Gottesdienst unter freiem Himmel
Bei strahlendem Sommerwetter hat die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Nagold am Sonntag, 12. Juli 2026, um 10 Uhr zum gemeinsamen ökumenischen Gottesdienst in die Wachsende Kirche eingeladen. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus allen ACK-Mitgliedskirchen füllten die Bänke unter dem Blätterdach; das Sonnensegel und der Schatten der Bäume boten willkommene Kühle.
Den musikalischen Rahmen gestaltete der Posaunenchor mit Vor- und Nachspiel. Die gemeinsamen Lieder, von der ganzen Gemeinde kräftig mitgesungen, trugen den Gottesdienst von der Begrüßung bis zum Segen.
„Von allen Seiten umgibst du mich“
Im Mittelpunkt des Eingangsteils stand Psalm 139 in einer neuen, wechselweise gesprochenen Fassung. Der Kehrvers – „Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir“ – zog sich wie ein roter Faden durch das Psalmgebet. Das Eingangsgebet sprach der orthodoxe Pfarrer Marian Olariu: Gott kennt jeden Menschen, er weiß um Mut und Angst und gibt ihn nie verloren.
Ein kurzes Anspiel griff mit einem Augenzwinkern die Fußball-Weltmeisterschaft auf und fragte danach, woran unser Herz eigentlich hängt und worauf wir im Leben wirklich bauen.
Erwählt aus Liebe – die Predigt
Die Schriftlesung und die Predigt von Codekan Tobias Geiger waren dem 5. Buch Mose 7,6-12 gewidmet. Mose erinnert Israel daran, dass Gottes Erwählung nicht auf Größe, Stärke oder Verdienst beruht: „Nicht weil ihr zahlreicher seid als alle Völker“, sondern allein aus Liebe und aus Treue zu seinem Bund hat Gott sein Volk herausgeführt. Diese Zusage gilt bis heute – und sie ruft zugleich in die Verantwortung, nach Gottes Geboten zu leben.
Für die versammelte Ökumene wurde daraus eine doppelte Ermutigung: Auch kleine Gemeinden und Gemeinschaften leben aus derselben treuen Liebe Gottes, und gerade das verbindet die Kirchen untereinander.
Gebete für Kinder, Kirchen und Frieden
Das Fürbittengebet sprachen im Wechsel Petra Roth (Evangelisch-methodistische Kirche), Daniela Schnabel (Evangelische Kirchengemeinde) und Monika Seewaldt (Orthodoxe Kirchengemeinde). Sie brachten die Kinder und Familien in den Nagolder Kirchen vor Gott, den Dienst und das Zeugnis der Gemeinden, die Bewahrung der Schöpfung sowie die Opfer von Krieg und Gewalt. Ausdrücklich wurde um Frieden für Israel und den Gazastreifen gebetet und darum, dass nicht Rache und Hass das letzte Wort behalten.
Nach Abkündigungen, gemeinsamem Segenslied und Segen klang der Gottesdienst mit dem Posaunenchor aus. Viele blieben noch zum Gespräch beisammen – ein sichtbares Zeichen dafür, dass die Wachsende Kirche an diesem Morgen ihrem Namen alle Ehre gemacht hat.
Bilder: ACK Nagold







